Kluger Luxus
Neubau Terrassenhäuser
Wollerau
2022

Ist es nachhaltig, 200-m2-Luxuswohnungen auf der grünen Wiese zu planen? Kann die Terrassenhaus-Typologie etwas zur Gemeinschaft beitragen? Ist ein immenser Energieverbrauch für einen hohen Lebensstandard zu rechtfertigen? Ja, denn vermögende Gesellschaftsschichten wird es immer geben und auch luxuriöses Wohnen lässt sich ökologisch und sozial verträglich gestalten: Die im Projekt «Zipper» gestapelten Eigentumswohnungen haben einen geringeren Fussabdruck als Einfamilienhäuser. Zentrale biodiverse Freiräume bieten mehr für die Gemeinschaft als eingezäunte Privatgärten. Und für die Elektromobilität wird eigener Solarstrom produziert. Aus der Vogelperspektive zeigen die Terrassenhäuser das Motiv eines Reissverschlusses, der sich zur Kulturlandschaft hin öffnet. So entsteht ein Ankunftsort, der zu Fuss oder auf dem Bike optimal zugänglich ist und eine gute Quartiervernetzung schafft.

Jedes Haus verfügt über acht Wohnungen und ist am zentralen Zwischenraum sowie an der darunterliegenden Garage für E-Autos angebunden. In den Wohnungen gewährleisten Oberlicht-Bänder die Belichtung in der Tiefe, während sich in Richtung See ein maximaler Panoramablick eröffnet. Die hangseitige Südfassade und das Dach sorgen für Privatsphäre, während die Gebäudehülle aus konfektionierten Photovoltaik-Modulen den Terrassenhäusern einen kristallinen architektonischen Ausdruck verleiht.

Auftraggeber

Steiner AG

Ort

Unter Erlen, Wollerau SZ

Kennzahlen

Geschossfläche 22’400 m2
70 Einheiten im Wohneigentum

Prozess

Studienauftrag im Einladungsverfahren, engere Wahl 

Nachhaltigkeit

Prinzip «Netto-Positiv-Luxus» gemäss GDI-Bericht
Kompakte Bauweise
Gesamte Fassaden- und Dachfläche mit Photovoltaik

Projektbeteiligte

Landschaftsarchitektur: Cadrage Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
Visualisierung: © OVA studio GmbH, Zürich

«Der ebenso mutige wie zeitgemässe Ansatz, das Thema der Terrassensiedlung neu zu denken, ist zu würdigen. Der Ausdruck, die Physiognomie und die Wirkung der Gesamtanlage ist aussergewöhnlich. In diesem Sinn drückt der Entwurf einen unverwechselbaren Zeitgeist aus.»

Auszug aus dem Bericht des Beurteilungsgremiums

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