Digitaler Dreiklang
Entwicklung Van-Baerle-Areal
Münchenstein
2017–2018

Das Industrieunternehmen van Baerle beabsichtigte einen Standortwechsel. Zusammen mit den Grundeigentümern und der Gemeinde Münchenstein beauftragte die Halter AG den schweizweit ersten digitalen Studienauftrag. Das Building Information Modeling BIM wird hier als Potenzial gesehen, um früh im Planungsprozess relevante Parameter quantitativ und qualitativ zu überprüfen. 

Auch die Konzeption und Beurteilung erfolgten in diesem Konkurrenzverfahren konsequenterweise rein digital: kein Papier, kein Gipsmodell, dafür grosse Touchscreens und Augmented Reality. Der vorgegebene, nicht allzu hohe Detailierungsgrad ermöglichte volle Konzentration auf den Städtebau und die Architektur. Mit einem gut aufgebauten 3D-Modell liessen sich Datensätze wie beispielsweise Flächen- und Energieberechnungen generieren. Im Entwurfsprozess erfolgte die Arbeit sowohl analog wie digital. Mit Skizzen über einzelnen 3D-Ausschnitten wurden stadträumliche Qualitäten, Grundrisswirkungen oder Möblierungsvarianten überprüft. 

In einer ersten Stufe wurde der Bebauungsplan mit vier Baufeldern bearbeitet (A/B/C/D). Anschliessend galt es, auf dem Baufeld D im städtebaulichen Masterplan die drei unterschiedlich hohen Baukörper, einen Innenhof, markttaugliche Grundrisse und Fassaden zu entwickeln. Die nach aussen hin streng gegliederten Fassaden mit Recycling-Klinkersteinen knüpfen an die Industriegeschichte an.

Auftraggeber

Halter AG, Basel

Ort

Schützenmattstrasse und Tramstrasse, Münchenstein

Kennzahlen

Arealfläche 20’000 m2

Prozess

Studienauftrag im Einladungsverfahren

Nachhaltigkeit

Fassade aus recyceltem Klinkerstein

Projektbeteiligte

Verfahrensorganisation BIM: Raumgleiter AG, Zürich
Landschaftsarchitektur: Planikum AG, Zürich
Fassadenkonzept: StoneCycling, Amsterdam
Visualisierungen: © JOM Architekten GmbH, Raumgleiter AG

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