Surbwiesen
Ersatzneubau Wohnsiedlung Binzacherweg
Niederweningen
2025

Der Entwurf für den Binzacherweg in Niederweningen formuliert mit vier längsorientierten, paarweise gespiegelten Baukörpern einen eigenständigen Siedlungsbaustein zwischen Quartierstrasse und dem Fliessgewässer Surb. Aussenliegende Erschliessungen, durchgesteckte Wohnungen und private Balkone verbinden gemeinschaftliche Schwellenräume mit individuellen Rückzugsorten. Die Architektur interpretiert ortstypische Elemente wie Schrägdächer und Holzfassaden neu und kombiniert sie mit einer präzisen Gliederung aus hellen Leichtbauelementen. Die Freiraumgestaltung mit Wiesenflächen, Bestandsbäumen, Retentionsbereichen und gemeinschaftlichen Nutzungen stärkt die Verbindung von Wohnen, Nachbarschaft und Landschaft.

Auftraggeber

HIG Immobilien Anlage Stiftung, Zürich

Ort

Binzacherweg 1–13, Niederweningen ZH

Kennzahlen

Geschossfläche 11‘800 m2
83 Wohneinheiten, Gemeinschaftsräume

Prozess

Gesamtleistungswettbewerb mit Zwischenpräsentation, Einladungsverfahren, engere Wahl 

Nachhaltigkeit

Suffiziente Wohnungsgrundrisse mit hoher Nutzungsqualität bei minimierter beheizter Fläche
Reduzierter Ressourceneinsatz durch kompakte Baukörper, optimierte Tragstruktur und minimierte Untergeschosse
Sortenreine Konstruktion mit Systemtrennung, zugänglicher Gebäudetechnik und niedrigem Technisierungsgrad
Energie-Eigenproduktion über vollflächig integrierte Indach-Photovoltaikanlagen

Projektbeteiligte

Gesamtleister: Renggli AG, Sursee
Landschaftsarchitektur: MOFA studio GmbH, Zürich
Tragwerksplanung: Emch+Berger AG, Zofingen
HLKS-Planung: HL-Technik AG, Schaffhausen
Visualisierungen: © OUT of RAM, Zürich

«Der Entwurf inszeniert die «Surbwiesen» als landschaftlichen Erholungsraum, der vom Bachsaum tief in die Siedlung hineinfliesst und dort als ruhige Wiesen- und Gartenfolge erlebbar wird. Vom Binzacherweg her markieren zwei Höfe die Adressen. Diese überschaubaren «Mikro-Nachbarschaften» schaffen klare Ankunfts- und Austauschorte, ohne die private Aneignung zu verdrängen. Die Schwellen zwischen öffentlich, halböffentlich und privat sind nachvollziehbar angelegt. Das Programm (Spielplatz, Grillplatz, Sitznischen, Mietergärten) bietet niederschwellige Anlässe für unterschiedliche Altersgruppen und Lebensstile. 
Sämtliche Wohnungen sind durchgängig Ost-West orientiert und profitieren von guten Belichtungsverhältnissen. Die Wohnräume orientieren sich konsequent zur ruhigeren, grünen Seite, während die Zimmer ausreichend Privatheit bieten. Das überhohe Dachgeschoss sowie die Wintergärten werden als attraktiver Mehrwert verstanden. Die Laubengangerschliessung fördert Begegnung und soziale Interaktion. Die Materialwahl wirkt ortstypisch und stimmig und gibt dem Ensemble eine ruhige, eigenständige Identität

Auszug aus dem Bericht des Beurteilungsgremiums

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