Stampfenbachstrasse Zürich-Unterstrass
Die ehemalige Büroliegenschaft des Hochbauamts des Kantons Zürich wird durch gezielte Eingriffe in einen gemischt genutzten Gebäudekomplex mit neuen Wohn- und Arbeitsräumen transformiert. Aus der historischen Analyse des Ortes zwischen Beckenhofpark und ehemaligem Waltersbach wird eine architektonische Haltung entwickelt, welche die gewachsene, konglomeratartige Struktur des Bestands weiterführt und durch spezifische Volumenanpassungen und neue Adressierungen in den sensiblen Stadtraum integriert. Die neue Gebäudehülle entwickelt den Charakter der bestehenden Fassade weiter und verbindet wiederverwendete sowie neu komponierte Glaselemente mit integrierter Photovoltaik, sowie Elemente aus Metall und Naturstein zu einer leichten, performativen Schicht.
Die bestehende Bausubstanz wird nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als wertvolle Ressource und tragfähiges Grundgerüst verstanden: Das vorhandene Stützen-Platten-System bleibt weitgehend erhalten und wird durch präzise strukturelle Eingriffe, neue Erschliessungen und leichte Ergänzungen für die neue Nutzung adaptiert. Innerhalb dieser Struktur entsteht eine grosse Vielfalt an Wohnformen – von Maisonettewohnungen entlang der Waltersbachstrasse über durchorientierte Wohnungen bis hin zu Hof-, Innen- und Ausseneckwohnungen mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten. Die neu gestalteten Wohnhöfe, gemeinschaftlichen Nutzungen und Dachflächen ergänzen die Transformation zu einem programmatisch und atmosphärisch dichten Stadtbaustein.
BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
Stampfenbach-, Waltersbach- und Beckenhofstrasse, Zürich-Unterstrass
Geschossfläche 23‘000 m2
117 Wohneinheiten mit diversen Spezial- und Lagernutzungen in UG Bestand
Studienauftrag im Einladungsverfahren, engere Wahl
Anforderungen SNBS Gold Zertifizierung
Ökobilanz Treibhausgasemissionen GWP = 5.3 kg CO2-eq/(m2*a)
Erstellung und Betrieb
Landschaftsarchitektur: Planikum AG, Zürich
Tragwerksplanung: WaltGalmarini AG, Zürich
Verkehrsplanung: mrs Partner AG, Zürich
Visualisierungen: © OUT of RAM, Zürich
«Das Projekt trennt klar zwischen Wohnhof und Park, der als „borrowed landscape“ genutzt wird. Diese pragmatische Setzung ermöglicht eine gut nachvollziehbare Raumabfolge. Der Hof wird als Garten interpretiert und überzeugt durch differenzierte Schwellenräume zwischen privaten und kollektiven Bereichen. Hervorzuheben sind die qualitätsvollen Pflanzkonzepte, die Biodiversitätsaspekte integrieren und ein eigenständiges Freiraumbild erwarten lassen. Der Hof entwickelt sich so zu einem attraktiven nachbarschaftlichen Ort.»